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02.04.2007 Übung Schloss Laer

Ort:   Meschede-Laer
Objekt:   Schlossanlage
Datum:   02.04.2007 - 19:30 Uhr
Einheiten:   LZ Meschede
Fahrzeuge:   KdoW, ELW1, LF16/12, DLK 23-12, TLF 16/24, MTF,LF 16-TS, RW2, GWG, TLF 8/18
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Einsatzbeschreibung

Übungsziel:
-Überprüfung des Kenntnisstandes der Truppmänner und Truppführer
-Überprüfung der Zusammenarbeit von Gruppen
-Überprüfung der Gruppenführer / Zugführer (taktisches Vorgehen)
-Überprüfung der Anleitermöglichkeit am Schloss (Gräfte)
-Erlangung von Ortskenntnissen

Baubeschreibung:
Das Erscheinungsbild der zweiteiligen, aus Vor- und Hauptburg bestehenden Schlossanlage wird we-sentlich durch die Umbauten des Barock geprägt.
Das dreiflügelige Herrenhaus mit Treppenturm in der Mitte des Hauptflügels wird von einer Gräfte umge-ben. Der viergeschossige Treppenturm bezeichnet die Mittelachse des Hauses.
Ein Kanal leitet Wasser aus der Ruhr in die breite Gräfte des Wasserschlosses.
Das Herrenhaus besteht aus 2 Vollgeschossen, welche als Wohnung genutzt werden.
Im zweigeschossigen Mansarddach befinden sich im Ostflügel Besucherzimmer (Enkelzimmer) welche gelegentlich genutzt werden. Die Zimmer sind durch feuerhemmende Türen (T-30) gesichert.
Das restliche, aus Eichenfachwerk errichtete, Dachgeschoß wird als Abstellraum genutzt.
Symmetrisch auf das Herrenhaus ausgerichtet ist die Vorburg mit eingeschossigen Gebäudetrakten und zweigeschossigen Pavillons mit Mansarddächern.
Vom Schloss gesehen, ist im linken Pavillon die Graf von Westphalen’sche Centralverwaltung mit Archiv und im rechten Pavillon das Büro eines gemeinnützigen Vereins untergebracht.
Das ebenfalls zweigeschossige Torhaus des Wirtschaftshofes ist auf eine optische Hauptachse ausge-richtet, die durch den Treppenturm des Herrenhauses und eine in südlicher Richtung verlaufende Allee vorgegeben wird.
Hinter dem Torhaus sind die Wirtschaftsgebäude um den Gutshof herum angeordnet, ohne die Symmet-rie Herrenhaus - Torhaus - Allee zu beeinträchtigen.
Im Torhaus sind die Öl-Zentralheizung und das Tanklager der Verwalterwohnung untergebracht.
Im westlich am Torhaus anschließenden eingeschossigen Gebäude befindet sich ein Stall für Reitpferde. In Richtung Süden schließt sich der ehemalige Kuhstall an.
Im diesem Gebäudeteil wird in einem feuerbeständig abgemauerten Raum Diesel gelagert.
Im Dachboden lagert Rest-Heu.
Im östlich am Torhaus anschließenden eingeschossigen Gebäude, befindet sich die Wohnung des Gut-verwalters, Herrn Brunert.
Im weiteren Verlauf schließt sich in Richtung Süden ein landwirtschaftliches Gebäude an, in dem Getrei-desilos und die Getreidetrocknung untergebracht sind.
Dort wird mit einer ölbeheizten Korntrocknung das angelieferte Getreide getrocknet und anschließend mit Elevatoren bis unter das Dach und von dort mit Förderbändern in die nach oben offenen Silos (unter-schiedliche Volumen, bei Vollfüllung bis 1500 t) gefördert. Im unteren Bereich der Silos sind ebenfalls Förderbänder für die Austragung des Korns vorhanden.

Gedachter Übungsverlauf:

•Zeitpunkt:

Montag, 02.04.2007
Beginn der Übung 19.30 Uhr
Ende der Übung ca. 21.30 Uhr
Wetter wie am Übungstag


•Ablauf:

Gegen 19.25 Uhr wird die Rettungsleitstelle über Telefon vom Gutsverwalter, Herrn Brunert, über einen Brand in der Korntrocknung auf Schloss Laer, in Meschede-Laer informiert.
Es wir ein Arbeiter vermisst.
Etwa zeitgleich meldet sich Clemens-August Graf von Westphalen und meldet eine Verqualmung des Schlosses aus unbekannter Ursache. Es befinden sich noch 2 Enkelkinder im Schloss. Nä-here Angaben kann er zu diesem Zeitpunkt nicht machen.

Die Leitstelle alarmiert den Löschzug Meschede nach AAO unter dem
Einsatzstichwort:Feuer 3 M (Mittelbrand - Menschenleben in Gefahr)
d.h.:alle ME-Schleifen werden ausgelöst, alle Fahrzeuge können
besetzt werden.

•Lage beim Eintreffen des Löschzuges:

Gutshof:
Starke Verrauchung mit Flammenschein aus dem Dach des landwirtschaftlichen Gebäudes an der Ostseite (Fahrstraße) des Gutshofes.
Der Anrufer, Herr Brunert, kann bei Eintreffen nähere Angaben zur Situation machen.
Vermutlich sind die Elevatormotoren heiß gelaufen und haben in der Dachkonstruktion einen Brand ausgelöst. Ein Arbeiter der den Brand löschen wollte, wird vermisst.

Schloss:
Durch die Fenster des Schlosses ist Rauch zu sehen. Die gräfliche Familie hat sich vor der Ver-waltung versammelt. Graf Clemens informiert den Einsatzleiter über zwei Enkelkinder die sich vermutlich im oberen rechten Dachgeschoßzimmer befinden.

Wasserversorgung:

Neben der Ruhrbrücke, B 7 in Fahrtrichtung Meschede, befindet sich eine Saugstelle in der Ruhr.
Die Wassermenge ist ausreichend.
Die Wassertiefe - die erforderliche Saugkorbüberdeckung mit Wasser (0,5 m) muss evtl. nachgearbeitet werden.
In der Zufahrt zur Saugstelle lag bei der Vorbesichtigung zu dieser Übung ein umgestürzter Baum.
Evtl. entsteht hier durch notwendiges Freischneiden eine Verzögerung im Einsatz- bzw. Übungsablauf!
Von der Wasserentnahmestelle „Ruhr“ ist das Schloss ca. 300 m und die Einsatzstelle Gutshof ca. 420 m entfernt.
Zum Gutshof wird eine Doppel-B-Leitung gelegt, 1600 l Wasser pro Minute.
Zum Schloss wird keine Schlauchleitung verlegt, da hier vorrangig die Möglichkeit des Anleiterns überprüft wird.
Die Sammelwasserversorgung wird bei dieser Übung nicht benutzt und nicht überprüft, da diese bei starker Wasserentnahme, durch Rostaustrag aus den alten Rohrleitungen, im Ort Laer zu starken Beein-trächtigungen (rostiges Wasser) führen kann.

•Aufgabenverteilung:

•ELW 1: Einsatzleitung

•LF 16/12: Menschenrettung Brandbekämpfung unter PA (nach LF Konzept)Wasserversorgung Sicherheitstrupp

•TLF 16/24-Tr + MTF: Riegelstellung zum Archiv/Verwaltung

•LF 16 TS: Wasserversorgung offenes Gewässer,Doppel-B bis Poller an Gebäudeostseite, Schlauchaufsicht, Unterstützung TLF und LF

•TLF 8/18: Unterstützung LF 16 TS Wasserversorgung

•GW-G: Ausleuchtung des Gutshofes

•DLK 23/12: Menschenrettung Schloss, insbesondere Erkundung der Drehleiterstellplätze

•RW 2: Ausleuchtung Schloss

•Mannschaft: 1/5/37







Bilder


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Erstellung der Seite: 06.04.2007 um 9:18 Uhr  |  Redakteur dieser Seite: 
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