Am 9.November hatte die Wehr bereits ihren ersten Einsatz, als das Wohn- und Geschäftshaus des Kaufmanns Josef Wolf in Flammen aufging.
Es gelang die unmittelbar angrenzenden Wohnhäuser des L.Kesting und des F. Hirnstein zu schützen und das Feuer auf seinen Herd zu
beschränken.
Am 28 November beschloß die Stadtvertretung dann, Mittel für die Beschaffung einer Feuerspritze und eines Wasserbringers mit den
nötigen Schläuchen bereitzustellen und Beihilfen von den Feuerversicherungsgesellschaften zu erbitten.
1894 wurde eine Wasserleitung mit einem Behälter unterhalb des Krankenhauses angelegt. Dies erleichterte die Arbeit der Wehr erheblich.
1898 wurde die Wehr reorganisiert. Sie wurde neu eingeteilt und bestand aus folgenden Abteilungen:
- Steigermannschaft (I. Abteilung)
- Hydranten- und Zubringermannschaften (II. Abteilung.)
- Spritzmannschaft (III. Abteilung)
- Rettungsmannschaft (IV. Abteilung)
Im Berichtsjahr 1899-1900 wurden 3 Großbrände verzeichnet:
Am 14 November 1899 brannte die Zigarrenfabrik Gebrüder Schulte, wobei der größte Teil der Vorräte an Zigarren und Tabaken
gerettet wurde, während vom Wohnhaus nur die Umfassungswände stehen blieben.
Am 17. November wurde die Wehr zu einem Großbrand auf dem Gute des Herrn Graf von Westphalen gerufen. Es war der größte Brand,
den die Wehr bis dahin bekämpft hatte. Der Einsatz dauerte von Morgens 7 Uhr bis 1 Uhr Nachts, darauf folgte noch eine 5 Stündige Brandwache.
Sämtliches Vieh sowie Inventar konnten gerettet werden. Der Brandherd wurde auf die Hälfte der Baulichkeiten beschränkt.
Am 23. Januar 1900 brannte dann das Wohnhaus des Clemens Mansheim. Das Feuer konnte auf das Dach beschränkt werden