LG Wennemen, LZ Freienohl, Rettungsdienst HSK, RD Hagelstein, Polizei
Fahrzeuge:
LG Wennemen LF 8/6, LZ Freienohl mit ELW 1, HLF 20/16, TLF 16/25, RW1
Einsatzbeschreibung
Die Feuerwehreinheiten aus Freienohl und Wennemen wurden am Nachmittag des 26. November zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Nachdem der Rettungsdienst bereits vor Ort war, wurde festgestellt, dass der Fahrer eines der beteiligten Fahrzeuge durch die Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden musste.
Um die Rettung des Fahrers achsengerecht und rückenschonend durchführen zu können, entschied der Notarzt in Absprache mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr, dass der Patient nach hinten aus dem Fahrzeug gerettet werden soll.
Dazu wurde das Unfallfahrzeug zunächst gegen Erschütterungen und Wegrollen gesichert, die noch intakten Seitenscheiben des Fahrzeuges wurden mit einem Federkörner zerstört. Um das Dach des Fahrzeuges entfernen zu können, wurden die A-, B-, und C-Säule des Fahrzeuges mit der Schere durchtrennt. Um für die Rettung zusätzlichen Raum im Fahrzeug zu bekommen, wurde mit dem Spreizer die B-Säule nach außen gedrückt und die Kopfstütze des Sitzes entfernt.
Bei der Rettung des Verunfallten kam erstmals das sog. Spineboard (Rettungsbrett) des Hilfeleistungslöschfahrzeuges zum Einsatz.
Während der Rettungsmaßnahmen wurde der Patient medizinisch versorgt und mit einem Helm und Decken z. B. gegen Glassplitter geschützt, außerdem wurde durch einen Scheinwerfer eine Wärmequelle gegen eine eventuelle Unterkühlung geschaffen.
Da die Dunkelheit bereits eingesetzt hatte, wurde die Einsatzstelle großzügig ausgeleuchtet. Nach den Rettungsmaßnahmen wurde die Batterie des Unfallfahrzeuges abgeklemmt und die Fahrbahn gereinigt.
Die Feuerwehr war mit ca. 30 Kräften rund zwei Stunden im Einsatz.