LZ Freienohl; LZ Meschede; LG Wennemen, LG Olpe; LG Berge; LG Grevenstein; LG Visbeck; Feuerwehr Arnsberg (Arnsberg, Oeventrop und Rumbeck); Rettungsdienst, DRK; Polizei
Fahrzeuge:
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Einsatzbeschreibung
Gegen 02:20 Uhr des 01. Oktober wurden die Einheiten Freienohl, Wennemen, die Drehleiter und der Rettungswagen aus Meschede zu einem Lagerhallenbrand eines Freienohler holzverarbeitenden Handwerksbetriebes alarmiert. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle war heller Feuerschein erkennbar und ließ die zu erwartende Dimension des Einsatzes erahnen.
Bei Eintreffen der ersten Kräfte brannte eine Hälfte der Lager- und Produktionsflächen bereits in voller Ausdehnung. Die ersten Maßnahmen galten daher dem Schutz der weiteren Produktionsflächen und der angrenzenden Wohnhäuser. Der Brand war aber bereits so weit fortgeschritten, dass auch der übrige Teil der Halle dem Feuer zum Opfer fiel.
Im Rahmen einer umfangreichen Nachalarmierung wurden zahlreiche Einheiten mit insgesamt ca. 120 weiteren Kräften in Marsch gesetzt.
Die Einsatzstelle wurde nunmehr in vier Abschnitte unterteilt. Die Koordination der Kommunikation übernahm die Einsatzgruppe Funk der Feuerwehr Meschede.
Um eine ausreichende Wasserversorgung zu gewährleisten, mussten ca. 1.200 m Schlauch von der Ruhr zur Einsatzstelle verlegt werden. Alleine 4 Einheiten waren zum Aufbau der Leitung erforderlich. Bis zur Fertigstellung der Versorgungsleitung wurde die Wasserversorgung durch einen Löschteich und einen Abrollbehälter der Feuerwehr Arnsberg mit 11.000 l Wasser sichergestellt.
Aufgrund der enormen Wärmestrahlung kam es an den benachbarten Wohnhäusern bereits zu Schäden. Jalousien schmolzen, Fensterscheiben gingen zu Bruch. Durch den Einsatz der Feuerwehr gelang es jedoch, ein Übergreifen des Feuers auf die Wohngebäude zu verhindern. Dazu wurden neben mehreren C- und B-Strahlrohren auch zwei Rohre über Drehleitern, ein mobiler Werfer und ein Hydroschild (Wasserwand) eingesetzt.
Als das Tageslicht hereinbrach, wurde das ganze Ausmaß der Schäden erst ersichtlich. Auch Bürgermeister Uli Hess und Kreisbrandmeister Martin Rickert verschafften sich am Morgen einen Überblick über die Schäden und den Einsatz der Feuerwehr.
Die Löscharbeiten zogen sich bis zum späten Nachmittag hin. Gegen 16:30 Uhr verließen die letzten Fahrzeuge die Einsatzstelle. Am Samstag Abend und Sonntag Morgen rückte der Löschzug Freienohl noch einmal zur Einsatzstelle aus, um wieder aufgeflammte Glutnester abzulöschen.
Ebenfalls an der Einsatzstelle war der DRK Ortsverband Meschede/Eslohe. Die Rotkreuzkameraden stellten mit ihrem Rettungswagen den Eigenschutz der eingesetzten Feuerwehrkameraden sicher. Der Rettungswagen des öffentlichen Rettungsdienstes stand somit wieder für „normale“ Rettungsdiensteinsätze zur Verfügung. Des Weiteren sorgten die Kameraden des DRK für die Versorgung der Einsatzkräfte mit Brötchen, Frikadellen, Kaffee und Kaltgetränken.
Seitens der Feuerwehr waren insgesamt 150 Kräfte mit 22 Fahrzeugen an diesem Einsatz beteiligt. Das DRK war mit ca. 20 Einsatzkräften vor Ort.
Die Einsatzdauer für die Feuerwehr betrug ca. 14 Stunden.
Bilder 1 bis 7 Stefan Pieper
Einsatzberichte anderer Einheiten oder Organisationen